Direkt zum Hauptbereich

ALICE JÚNIOR

ALICE JÚNIOR
Alice Junior

Regie Gil Baroni
Brasilien 2019

Produktion Andréa Tomeleri, Gil Baroni
Buch Luiz Bertazzo
Kamera Renato Ogata
Montage Pedro Giongo
Musik Vinícius Nisi
mit Anne Celestino Mota, Emmanuel Rosset, Thaís Schier, Surya Amitrano, Matheus Moura

Portugiesisch
engl. UT · 87 Min.

Do. 27.02. 20:30 Uhr Urania
Fr. 28.02. 13:30 Uhr CinemaxX 3
Sa. 29.02. 19:00 Uhr Cubix 8
So. 01.03. 17:00 Uhr Urania

Schnelle Bildwechsel, untermalt von Pop-Samples und Soundeffekten, ein Hauch Glitzer und eine ganze Packung Emojis. Die YouTuberin Alice Júnior produziert ihr neuestes Video über den ersehnten ersten Kuss. Doch als ihr Vater ihr Zimmer betritt und vor laufender Kamera verkündet, dass er mit ihr von der pulsierenden brasilianischen Großstadt Recife in ein konservatives Städtchen im Süden des Landes ziehen will, muss sich Alice gegen Prüderie und Engstirnigkeit wappnen. Die transidente Teenagerin, verkörpert von Bloggerin Anne Celestino Mota, lässt sich trotz anfänglicher Repressionen nichts anhaben. Selbstbewusst und charismatisch wirft sie mit ihrer schillernden Persönlichkeit die neuen Mitschüler*innen und Lehrer*innen aus den katholisch gefurchten Bahnen.

Fast-moving cuts set to pop samples and sound effects, a hint of glitz and bagful of emojis. Alice Júnior is producing her latest YouTube video about the long-awaited first kiss. But when her father walks into her bedroom and announces in front of the camera that they will be leaving the vibrant Brazilian city of Recife and moving to a small, conservative town in the south, Alice has to prepare herself for the prudery and small-mindedness she will confront there. The transgender teenager, played by the blogger Anne Celestino Mota, doesn‘t let the initial hostility get her down. With her dazzling personality, the self-confident and charismatic Alice makes her new schoolmates and teachers rethink their conservative Catholic ways.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Insights into the Iranian Judiciary System - A Discussion with Massoud Bakhshi, the director of „Yalda, la nuit du pardon“

During the Berlinale I had the chance to participate in a so-called roundtable with two other journalists. We sat down with the director of „Yalda, la nuit du pardon“ , Massoud Bakhshi, in a small lounge in the press center of the Hyatt. In the film a young woman, Maryam, is sentenced to death because of the murder of her husband. She and the daughter of the murdered man are part of a TV show. If she forgave Maryam, Maryam would be able to live. A dramatic show evolves. While I was a bit nervous at first - having never done anything like that with other „professional“ journalists before - I soon could settle and a really nice and interesting conversation developed. fGR: Forgiveness is one of the major aspects in your film. Can you tell us about this concept in Iran? Massoud Bakhshi: Forgiveness itself is really respected. It is something that every religion values highly. However, in Iran forgiveness actually is part of the judiciary system. It means that if the victim decides to forg...

Ein hoher Preis

Schon zur Premiere von Byambasuren Davaas Adern der Welt bin ich mir sicher, dass dieser Film einer meiner Favoriten des diesjährigen Kplus-Programms sein und bleiben wird. Vielleicht liegt das an den vielen Tränen, die ich mir während des Abspanns von den Wangen wische, die dadurch aber nur umso stärker zu fallen scheinen. Wenige Minuten vor Beginn des Films wird mir versichert: das ist ein richtig schöner Film. Schön? Ja, irgendwie schon. Dass er aber so schön ist, weil er gleichzeitig so todtraurig ist, damit habe ich nicht wirklich gerechnet. Der Junge Amra und seine Familie sind Nomaden. Von Jahreszeit zu Jahreszeit ziehen sie an unterschiedliche Orte, kehren aber immer an die gleichen Orte zurück, je nach Saison. Ihre Lebensweise ist jedoch bedroht: immer mehr Goldminen werden eröffnet und die Nomaden von ihren Ländereien verdrängt, um die Bodenschätze freizulegen, nach denen die westliche Gesellschaft giert, während die Nomaden den gesamten restlichen Boden ehren. Trotz Nomaden...

A Strong Female Voice From Iran - Eine kleine Begegnung inmitten des hektischen Berlinalealltags

Als ich die Berlinale Lounge für mein Interview mit Massoud Bakhshi, dem Regisseur von „Yalda, la nuit du pardon“ , betrete, werde ich herzlich von der PR-Vertreterin Marie-France in Empfang genommen. Sie fragt mich, ob ich Lust hätte, anschließend noch mit einer der Schauspielerinnen des Films zu sprechen. Da ich mich sehr dafür interessiere, wie die Schauspielerinnen diesen im Iran stark kritisierten Film wahrnehmen und ob sie dafür Risiken auf sich nehmen mussten, freue ich mich sehr über dieses Angebot. Nach dem Roundtable Interview mit dem Regisseur werde ich also von Marie-France zu der Schauspielerin geleitet. Schon während ich Platz nehme, frage ich mich, wer genau sie eigentlich ist. Sie hat recht kurze braune Haare, trägt roten Lippenstift, ihr Lidstrich glitzert silbern und sie trägt eine stylische Mütze. Sie kommt mir gänzlich unbekannt vor. Ich kann mir auch nicht vorstellen, welche der weiblichen Charaktere sie dargestellt haben soll. Das bedeutet dann wohl: Improvisieren...