Always Amber glänzt durch Authentizität. Amber spricht für sich. Im wahrsten Sinne des Wortes. In 76 Minuten lernt das Kinopublikum Amber aus Schweden kennen und begleitet die 17-jährige nicht binäre Person durchs Leben. Positiv herauszuheben ist, dass die beiden Dokumentarfilmerinnen, Lia Hietala und Hannah Reinikainen, sich explizit dafür entschieden haben, keine äußere Bewertung oder Einordnung zu geben. Einzig allein Amber führt selbstbewusst durch den Film und kommentiert die Szenen. Und das ist auch gut so, denn dadurch besteht keine Gefahr, dass der Inhalt von Außenstehenden verfälscht wird. Drei Jahre begleiten die beiden Schwedinnen Hietala und Reinikainen Ambers Leben. Amber ist überglücklich als ihr gegen Ende des Films von einer auf Geschlechtsidentitäten spezialisierten Therapeutin attestiert wird, dass sie sich einer Brustabnahme unterziehen darf und somit die „offizielle Diagnose“ bekommt. Dies wirkt zunächst bizarr, da es impliziert, dass nicht binäre Menschen einer ps...
Von Jugendlichen für Jugendliche - Berichte über Berlinale Generation