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Posts mit dem Label "Carlotta" werden angezeigt.

Blau meine Augen, bunt das Kleid

Eine Kritik zu Ochite mi sini, rokljata sharena Es ist fast das Ende der Berlinale – der Samstag ist gekommen und nach unzähligen Filmen und Gesprächen über diese ist mein Kopf schon ganz schön voll, meine Augen sehr müde und mein Körper erschöpft. Und trotzdem freue ich mich zu recht früher Stunde nochmal ins Kino zu gehen, denn ich nehme meinen kleinen Bruder, den siebenjährigen Oskar, das erste Mal mit auf die Berlinale um zusammen "Ochite mi sini, rokljata sharena zu gucken", der ab 5 Jahren empfohlen wird. Oskar darf zu Hause nur selten was Schauen und war erst ein paar wenige Male im Kino und so bin ich gespannt, wie er es im Kino aushält. Und nach dem Film bin ich stolz darauf, dass er so stark versucht hat, sich für das Geschehen auf der Leinwand zu interessieren. Hinter … steht eine schöne Idee, wir folgen der dreijährigen Zana auf ihren Streifzügen durch die Nachbarschaft, sie spielt mit anderen Kindern und findet Freunde, sammelt Schnecken, erschreckt Katzen, isst...

"Du kriegst hier richtig die Insights, Carli..."

Eine Interview zu Nackte Tiere Am Sonntag lief in der CrossSection Encounters/Generation 14plus das Regiedebüt von Melanie Waelde: „Nackte Tiere“. Zu meinem großen Glück zählen drei Menschen aus dem Team zu meinen besten Freunden, wie ich besuchen sie viel die Berlinale und so treffen wir uns in der Nähe des Zoo Palasts im Schleusenkrug zum Frühstück und ich stelle ihnen ganz offiziell ein paar Fragen. Darauf wird natürlich sehr inoffiziell geantwortet und so möchte ich gleich zu Beginn festhalten, dass viele der Fragen mit einem gewissen Maß an Ironie beantwortet wurden! Könnt ihr mir einmal sagen wie ihr heißt, was euer Lieblingsessen sowie -tier ist und was ihr bei Nackte Tiere so gemacht habt? Hallo, ich bin Fion Mutert, mein Lieblingsessen, würde ich jetzt mal so aus meinem Bauchgefühl raus (höhö) sagen, sind vegetarische Spaghetti Bolognese. Mein Lieblingstier ist der Wal, aber so ein richtig großer Wal, der einfach so im Wasser abhängt. Und ich bin der DOP, also Kameramensch. ...

"Sprich lauter, ich kann dich nicht hören!" - mit Hilfe von Kurzfilmen die Welt besser verstehen

Eine Kritik sowie Hintergrundartikel zu den Kurzfilmen 2 Kplus Diese Kurzfilmrolle ist, abgesehen von einer Ausnahme, eine in sich sehr stimmige Zusammenstellung starker Filme, die es schaffen, schwierige soziale, politische und auch historische Themen und Inhalte für jüngeres Publikum zugänglich und zumindest emotional verständlich zu machen. Im Stil sind sie sich alle recht ähnlich, auch wenn aus den verschiedensten Ecken der Welt berichtet wird. Sie alle zeigen Kinder mit einer Prise Naivität für ihre Realität und bleiben dabei jedoch immer auf Augenhöhe, es sind Momentaufnahmen ihres Alltags, Geschichten aus dem Westen des Irans, aus dem Amazonas in Peru, aus Brasilien, aus Frankreich, den Niederlanden und aus Algerien. Es gibt zwar Unterschiede in der Glaubwürdigkeit des Schauspiels, in „En Route“ beispielsweise spüre ich (anders als in „El Sghayra“), dass die Regisseurin (so im Q&A) die beiden Kinder viel hat improvisieren, miterzählen und sie selbst sein lassen, doch allen ...

Unsere kaputte Welt

Ein Hintergrundartikel zu Perro Die ersten Pressemitteilungen zu Generation sind draußen, ich stöbere durch die Fülle an Filmen, die dieses Jahr auf der Berlinale gezeigt werden und versuche den kurzen Beschreibungen zu entlocken was sich wohl hinter ihnen verbirgt. Viele verschiedene Welten werden mir präsentiert, ich lese über „Los Lobos“, „Mignonnes“ und dann - „Perro“. „Perro und seine Großmutter fürchten um ihre Heimat im Süden Nicaraguas, die vom geplanten Bau des 300km langen „El Gran Canal“ bedroht ist. Der Dokumentarfilm begleitet den schweigsamen und naturverbundenen Jungen beim unabwendbaren Abschied von seinem alten Leben im Dschungel und seinem Neubeginn in der Stadt.“ Und ich frage mich: Na super, was haben wir Menschen jetzt schon wieder angestellt. Ein Kanal soll gebaut werden, eine Verbindung der Westküste Nicaraguas (Pazifik) mit der Ostküste (Karibik). Mist, denke ich, was macht Nicaragua da, schade um das zu Hause des Jungen. Und dann fange ich an zu recherchieren u...

„ All Are Equal Before The Law“

Eine Kritik zu Palazzo Di Giustizia Wir befinden uns in einem Gerichtsgebäude in Italien, zwei Männer sind angeklagt, der eine wegen des Raubüberfalls einer Tankstelle, der zweite, der Besitzer der Tankstelle, weil er einen der zwei Diebe erschießt. Letzterer Fall wird an diesem Tag diskutiert, die betroffenen Männer haben beide ein Gesicht und eine Geschichte und vor allem haben beide Familie. Während die Täter durch ein Gitter im Gerichtssaal voneinander getrennt sind und nur mit Blicken kommunizieren können, so treffen die jeweiligen Töchter, Luce und Domenica, vor dem Saal direkt aufeinander. Luce ist noch sehr jung, ein Kind und ganz frei und frech und naiv und ohne wirkliches Verständnis für den Ernst der Lage. Sie zappelt auf ihrem Sitz, bringt einen Spatzen mit, der ihr ständig entwischt und im ganzen Gebäude gesucht werden muss, spielt in Pfützen, sammelt Glitzer vom Boden auf und überzeugt einen Heizungstechniker, sein Mittagessen mit ihr zu teilen. Und dann ist da die juge...